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Produkte online verkaufen in fünf Schritten

25. März 2021

Der Online Handel boomt. Egal ob die neue Jeans, Bodylotion oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio – beinahe alles kann man mittlerweile im Internet kaufen. Lange hat der stationäre Einzelhandel unter E-Commerce gelitten. Doch mittlerweile sind Händler auf verschiedenen Verkaufswegen unterwegs und verkaufen auch online. Online und offline schließen sich nicht länger aus, sondern ergänzen sich. Möglich macht das eine Multichannel-Strategie.

Willst auch du deine Produkte online verkaufen? Oder willst du sogar dein Geschäft vor Ort mit dem im Internet verbinden? Diese Anleitung erleichtert dir den Weg zum Onlinehändler.

 

1. Schritt: Das richtige Produkt online verkaufen

Du willst dein Unternehmen im Online Handel besser aufstellen? Oder als Gründer weißt du noch nicht, welche Produkte du online verkaufen sollst? In jedem Fall lohnt sich eine Keywordanalyse. Diese kannst du zum Beispiel mit dem Keyword Planner von Google Ads durchführen. So findest du heraus, wonach deine Zielgruppe besonders oft im Internet sucht und welche Angebote beliebt sind.

Das heißt nicht, dass du wegen gefragter Suchbegriffe gleich dein ganzes Sortiment umwerfen sollst. Vielmehr gibt dir die Analyse einen Hinweis, auf welche Keywords du deinen Online Auftritt optimieren solltest. Zum Beispiel: Du willst mit deinem Startup Kosmetikprodukte online verkaufen. Dabei solltest du beachten, dass nach „Lidschatten“ rund 14.800 Mal pro Monat bei Google gesucht wird. Nach „Eyeshadow“ hingegen nur 4.400 Mal. Nach „Lidschatten Palette“ wird rund 12.100 Mal gegoogelt.

 

Vorteile von digitalen Produkten nutzen

Du willst noch mehr von E-Commerce profitieren? Dann solltest du (zusätzlich) digitale Produkte online verkaufen. Digitale Produkte sind immateriell wie E-Books, Videos, Online-Kurse, Online-Workshops oder Checklisten. Anders als das Make-up müssen digitale Produkte nur einmalig erstellt werden. Es reicht häufig ein Laptop oder Tablet. Danach lassen sich digitale Produkte beliebig oft online verkaufen. Das Potenzial zur Skalierung ist enorm groß. Du könntest beispielsweise Videos mit Schminktipps anbieten oder einen Ratgeber, wie Kunden den richtigen Lippenstift zu ihrem Hauttyp finden.

 

2. Schritt: Finde die richtige Plattform für deinen Online Handel

Bei E-Commerce denkst du bestimmt gleich an einen Online Shop. Das ist durchaus richtig. Mit einem eigenen Online Shop bleiben Unternehmen sehr flexibel und können die komplette Abwicklung selbst überwachen. Jedoch ist der Aufwand für die Pflege relativ hoch. Je nach Anbieter ist auch der Aufbau oft sehr zeitintensiv.

Du kannst deine Produkte auch auf einem Marktplatz online verkaufen. Das bietet sich an, wenn du zum Beispiel nur wenig Zeit für die Pflege eines Online Shops hast. Die wohl bekanntesten Marktplätze im Internet sind Amazon und eBay. Weitere Plattformen sind etwa Etsy oder Alibaba. Möchtest du deine Produkte über einen Marktplatz online verkaufen, profitierst du von dessen Kundenstamm. Allerdings musst du Provision zahlen und bist in der Gestaltung deiner Shopseite eingeschränkt.

Du hast nur eine geringe Anzahl an Produkten, die du online verkaufen willst? Dann kannst du auch auf Social Selling zurückgreifen. Das heißt, du kannst deine Angebote über Social Media verkaufen. Bei vielen sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram gibt es einen Buy Button. Mit nur einem Klick gelangt der Kunde auf die Website des Anbieters und kann shoppen. So können Social Media sowohl zum Marketing genutzt werden als auch, um Produkte online zu verkaufen.

 

Schritt 3: Potenzielle Kunden anlocken

Nachdem du deine Strategie und deine Vertriebskanäle aufgebaut hast, geht es ans Marketing. Andernfalls würden deine Zielgruppen nicht von deinen Angeboten erfahren. Hierbei stehen dir viele Optionen offen, die du miteinander kombinieren kannst. Egal ob du auf Social Media Marketing, Content Marketing, Newsletter Marketing und/oder Suchmaschinenmarketing setzt – du solltest immer deine Produkte und deine Zielgruppen im Blick haben.

Damit du auch viele potenzielle Kunden auf deine Website und Co. lockst, brauchst du gute Inhalte. Nur durch relevanten Content wird deine Homepage auf den vorderen Positionen der Google Suchergebnisse erscheinen. Attraktiven Content kannst du unter anderem auf deinem Blog oder deinen Social Media Kanälen veröffentlichen.

 

Schritt 4: Versand, Lieferanten und Logistik

Wenn du deinen eigenen Online Shop betreibst, dann bist du in der Regel auch für den Versand der Ware verantwortlich. Wer online verkaufen möchte, muss auch ordentlich liefern. Dafür solltest du dich über verschiedene Versanddienstleister und Tarife informieren. Oft werden für Onlinehändler spezielle Konditionen angeboten.

Nutzt du beispielsweise Dropshipping oder Fulfillment-Abwicklung, lagern und versenden Dritte deine Ware. Das ist unter anderem beim Verkauf über Amazon Marketplace der Fall. Dadurch sparen sich Händler viel Aufwand und können trotzdem ihr E-Commerce-Geschäft auf eine neue Ebene bringen. Jedoch fallen Gewinnmargen für Händler geringer aus und sie sind abhängig von der Bestandsplanung des Fulfillment-Anbieters. Außerdem: Unterlaufen dem Dienstleister Fehler bei der Lieferung, wird sich das negativ auf das Image deines Online-Shops auswirken.

 

Schritt 5: Zahlungsmöglichkeiten in deinem Online Shop

Nun hast du dich um wichtige Eckpunkte im E-Commerce gekümmert. Was noch fehlt, um dein oberstes Ziel im Marketing zu erreichen: Geld. Es soll in der Kasse klingeln. Wenn du deine Produkte online verkaufen willst, musst du selbstverständlich auch über Zahlungsmethoden nachdenken. Als Online-Shop-Betreiber hast du verschiedene Möglichkeiten.

Die gängigsten Zahlungsoptionen im Internet:

  • Kauf auf Rechnung
  • Vorkasse
  • Zahlung per Lastschrift
  • Kreditkarte
  • PayPal
  • Sofort Überweisung
  • Amazon Pay
  • Apple Pay

Womöglich magst du denken, dass eine Zahlungsmethode reicht oder es egal ist, welche du anbietest. Doch du solltest unbedingt in Erwägung ziehen, mehrere Möglichkeiten anzubieten. Denn die Art der Zahlung hat einen großen Einfluss darauf, ob ein Kunde auch seinen Kauf abschließt.

 

Was die Bezahlung mit dem Kaufabbruch zu tun hat

Online Käufer in Deutschland bezahlen am liebsten mit PayPal oder einem anderen digitalen Bezahldienst (z. B. Klarna). Zahlung auf Rechnung oder Lastschrift sowie Kreditkartenrechnung folgen in der Beliebtheit. Das ergab eine Umfrage von Statista und dem Logistikunternehmen Postnord 2020. Für den Abbruch eines Kaufs gaben Kunden unterschiedliche Gründe an wie Meinungsänderung oder zu hohe Lieferkosten. Doch auch die Unzufriedenheit über die angebotenen Zahlungsmethoden veranlasst Befragte dazu, den Einkaufskorb wieder zu leeren.

Gleichzeitig solltest du wieder die Vor- und Nachteile für dich und dein Business beachten. Gerade beim Kauf per Rechnung trägst du ein hohes Risiko eines Zahlungsausfalls. Bezahldienste wie Amazon Pay oder PayPal hingegen bieten dir mit einem Verkäuferschutz mehr Sicherheit. Zudem sind diese Optionen für deine Kunden bequem anzuwenden.

 

Fazit: Wie du erfolgreich Produkte online verkaufen wirst

Zum einen darfst du nicht unterschätzen, dass der Teufel im Detail steckt. Die Anleitung zum Verkauf im Internet ist simpel. Doch die Stolpersteine liegen auf dem Weg zur Umsetzung verteilt.

Zum anderen solltest du dir Zeit geben. Es dauert, bis man ein Gespür für den Markt, seine Zielgruppe und Trends entwickelt hat. Es reicht nicht, einen Online Shop einmalig aufzubauen und zu erwarten, dass er unaufhörlich den Umsatz steigern wird. Du musst flexibel reagieren können, dein Marketing anpassen oder eine neue Strategie entwickeln. Du wirst also leider nicht über Nacht erfolgreich. Aber wenn du dich kontinuierlich weiterentwickelst, kannst du dir ein lukratives Onlinegeschäft aufbauen.

 

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