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Anleitung: Der Weg zu deiner Kommunikationsstrategie

04. März 2021

Unternehmen liefern sich längst nicht mehr nur einen Wettbewerb um das beste Produkt, sondern auch um die Kommunikation. Es wird immer schwieriger, potenzielle Kunden zu erreichen. Wie dein Unternehmen und deine Marke nach außen wirken, wird immer wichtiger. Dafür brauchst du eine Kommunikationsstrategie. Sie ist einer der wichtigsten Bausteine im Marketing.

Diese Anleitung zeigt dir, wie du eine Kommunikationsstrategie entwickeln kannst, die auch deine Mitarbeiter einhalten.

 

Definition: Was ist eine Kommunikationsstrategie?

Eine Kommunikationsstrategie sollte jedes Unternehmen haben. Egal, ob mittelständisches Unternehmen, Bäcker oder Apotheker. Die Strategie legt fest, welche Maßnahmen wichtig sind, um gewisse Marketingziele zu erreichen. Schließlich ist Kommunikation das Fundament deines Marketings. Die Kommunikationsstrategie definiert die Unternehmenskommunikation. Das heißt, die Strategie legt fest, wie du dich auf dem Markt positionierst, aber auch, wie deine Mitarbeiter vor Kunden auftreten.

 

In 5 Schritten zu deiner Kommunikationsstrategie

Damit du deine Kommunikationsstrategie entwickeln kannst, musst du einen Spagat schaffen. Auf der einen Seite sind die Anforderungen deiner Zielgruppe. Auf der anderen Seite steht die Identität deines Unternehmens. Die Strategie sollte ein solides Gerüst bilden, damit du stets auf Kurs bleibst.

Diese Schritte helfen dir, deine eigene Kommunikationsstrategie zu entwickeln.

 

1. Aktuelle Lage und Soll-Zustand analysieren

Bevor du eine Kommunikationsstrategie entwickeln kannst, musst du wissen, wo du stehst. Wie sieht die Unternehmenskommunikation aktuell aus? Wie positioniert sich deine Firma auf dem Markt? Wo liegen Schwächen und wo Stärken? Wichtig ist es, dass du beim Analysieren des Ist-Zustands vollkommen ehrlich zu dir bist.

Danach legst du den Soll-Zustand fest. Wohin willst du mit deiner Marke? Wie soll deine Zielgruppe dein Unternehmen wahrnehmen? Was möchtest du mit der Kommunikationsstrategie verändern? Diese Analyse bildet die Grundlage für die Strategie.

 

2. Ziele und Zielgruppen festlegen

Nachdem du deinen Soll-Zustand festgelegt hast, geht es an konkrete Ziele. Für den Anfang solltest du nicht mehr als drei große Kommunikationsziele definieren. Der Weg zu jedem einzelnen Ziel führt über verschiedene Teilziele. Du wirst bemerken, dass es viel einfacher ist, ein Ziel in kleinen Etappen zu verfolgen.

Das Definieren von Zielen klingt zwar leicht, ist es aber nicht unbedingt. Deshalb solltest du dich an der SMART-Formel aus dem Projektmanagement orientieren. Demnach sollten deine Kommunikationsziele Folgendes erfüllen:

  • Spezifisch – Das Ziel sollte genau sein, zum Beispiel: „Das Unternehmen soll eine jüngere Zielgruppe zwischen 20 und 35 Jahren ansprechen.“
  • Messbar – Der Erfolg muss messbar sein. Das ist bei quantitativen Zielen leichter als bei qualitativen. Achte darauf, dass es eine messbare Komponente gibt wie „das Budget für Marketing von 10.000 Euro soll eingehalten werden“. Formulierungen wie „geringe Projektkosten“ sind nicht messbar.
  • Attraktiv – Das Ziel sollte attraktiv beziehungsweise akzeptiert sein. Dann wird es leichter im Team umgesetzt. Das erreichen Unternehmen beispielsweise, wenn sie Mitarbeiter in die Zielfindung einbeziehen.
  • Realtisch – Nur ein realistisches Ziel kann erreicht werden. Ansonsten wirkt sich das demotivierend aus. Wenn du als Buchhändler beim Verkauf von Büchern erfolgreicher als Amazon sein willst, ist das eher unwahrscheinlich. Willst du aber erfolgreicher sein als konkurrierende Buchhändler in der Stadt, hat dein Ziel einen realistischen Rahmen.
  • Terminiert – Nur ein zeitlich festgelegtes Ziel ist messbar. Unternehmen sollten immer einen Zeitpunkt angeben, wann etwas erreicht werden sollte.

Damit deine Ziele einen Effekt haben können, brauchst du Zielgruppen. Eine Zielgruppe sind neben potenziellen Kunden auch Mitarbeiter, Medienvertreter oder Geschäftspartner. Es lohnt sich, die Zielgruppen genau zu bestimmen. Umso besser kannst du deine Kommunikationsstrategie darauf ausrichten. Beachte für deine Personas nicht nur Wohnort und Alter, sondern auch Bedürfnisse, Interessen, Werte und Lebensstil.

 

3. Inhalt der Kommunikationsstrategie festlegen

Jetzt weißt du, wo du hin willst und wen du erreichen musst. Nun fehlen noch die Inhalte für deine Strategie. Welche Botschaft möchtest du verbreiten? Die Kernaussagen deines Unternehmens solltest du sorgfältig formulieren. Sie heben dein Alleinstellungsmerkmal hervor. Beachte dabei auch die verschiedenen Zielgruppen. Einem Kunden ist etwas anderes wichtig als einem Angestellten.

Dabei solltest du wissen, wo du deine Zielgruppen erreichst. Marketing ist nur dann erfolgreich, wenn es die Zielgruppen an so vielen Kontaktpunkten wie möglich bedient. Dazu gehören Kanäle wie Website, Social Media, Werbung in Print und Radio, Google Ads, Blog.

Erst nachdem du deine Ziele, Zielgruppen und Strategie hast, kannst du über Maßnahmen nachdenken. Also konkrete Aktivitäten, damit du deine Ziele erreichen kannst. Das können ein regelmäßiger Newsletter, Flyer oder Storys auf Instagram sein.

 

4. Wichtige Kennzahlen und Budget definieren

Um zu prüfen, ob deine Maßnahmen erfolgreich sind, musst du sie überwachen. Das geht am besten mit Kennzahlen. Die sogenannten Key Performance Indicators (KPIs) sind im Marketing wichtige Bezugsgrößen. Sie messen verschiedene Bereiche eines Online Auftritts und geben Rückschlüsse auf den Erfolg einer Aktivität.

Da du bereits deine Maßnahmen geplant hast, lässt sich der Aufwand besser einschätzen. Deshalb solltest du zu diesem Zeitpunkt dein Budget genauer kalkulieren. Neben Kosten kannst du auch den personellen Aufwand berücksichtigen.

 

5. Erfolg deiner Kommunikation kontrollieren

Im letzten Schritt geht es an die Auswertung. Du solltest stets einen Überblick über deine Kommunikation haben. Beobachte regelmäßig, welchen Effekt es hat, sobald du an einer Stellschraube drehst. Nur wenn du deine Aktivitäten überwachst, kannst du wissen, was gut funktioniert und worauf du verzichten solltest. Die KPIs helfen dir dabei, deine Bemühungen einzuordnen.

Unser Tipp: Kommunikationsstrategien sind flexibel und entwickeln sich weiter. Genauso wie sich die Kommunikation selbst ständig verändert, solltest du auch deine Kommunikationsstrategie fortlaufend anpassen.

 

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