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Besseres Ansehen in der Pflege: Ihre Möglichkeiten mit Instagram + Beispiele

09. März 2023

Über die Pflegebranche bekommen wir in den Medien viel zu hören – der Eindruck, der nach der Berichterstattung bleibt, ist häufig negativ. Kein Wunder bei den Schlagworten wie geringe Bezahlung, hohe Belastung und zu wenig Personal. Doch ist das wirklich alles? Wo ist das Positive?

Besonders förderlich für die Nachwuchsgewinnung ist das negative Ansehen der Pflegebranche nicht. Zum Glück gibt es mittlerweile viele Personen in den sozialen Medien, die ihre Stimme dafür nutzen, zu zeigen, wie schön der Beruf einer Pflegekraft eigentlich sein kann. Eine Imagewende also dank Social Media?

Wie du mit Instagram, Facebook und Co. mehr Nachwuchskräfte und neue Mitarbeitern gewinnen und zu einem besseren öffentlichen Ansehen beitragen kannst, zeigen wir dir jetzt.

 

Instagram in der Pflege: Die Bedeutung von Instagram für die Pflegebranche

Durch die Berichterstattung der vergangenen Jahre ist der Ruf der Pflegebranchen eher schlecht als recht. Und das ist mehr als problematisch, wenn man nach neuen Nachwuchskräften sucht. Eine Plattform, wie Instagram bieten Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit diesem Bild entgegenzuwirken. Doch wie genau schaffst du das?

Eine junge Zielgruppe mit Instagram erreichen. Eines der großen Ziele der Pflege ist es, die junge nachkommende Generation auf diese Berufssparte aufmerksam zu machen. Es gilt, von der Attraktivität des Pflegeberufes zu überzeugen. Wie du dir denken kannst, leben wir inzwischen in Zeiten, in denen du die jungen Menschen und Berufseinsteiger nicht mehr über Artikel in der Tageszeitung ansprechen brauchst. Viel leichter hingegen ist die Kommunikation über die sozialen Medien – mit Instagram geht dies besonders gut.

 

Mit Instagram auf offene Jobs hinweisen

Eine Plattform, wie Instagram kann nützlich sein, um deine Stellenanzeigen zu veröffentlichen und aktiv auf deine Pflegeeinrichtung aufmerksam zu machen. Ein ausschlaggebender Punkt für den Erfolg dieser veröffentlichten Stellenanzeige ist allerdings nicht nur die Veröffentlichung selbst, sondern die richtige Bewerbung mithilfe von etwas Werbebudget.

 

Aufklärung und authentische Einblicke in den Pflegealltag: Pflegeinfluencer

Der größte Vorteil, den Pflegeheime und Pflegedienste von Instagram haben, ist noch gar nicht gefallen. Und zwar ist es die Zusammenarbeit mit Corporate Influencern.

Um grundlegend zu verstehen, was ein Influencer eigentlich ist, hier eine Definition: Ein Influencer ist eine Person, die andere Personen durch ihre Meinung oder durch Taten beeinflusst. Meistens wird der Begriff im Zusammenhang mit den sozialen Medien, wie Instagram, genutzt. Sogenannte Influencer zeichnen sich dadurch aus, dass sie relevante Reichweiten in ihren (Nischen)- Bereichen haben, unter anderem in der Pflege.

Nicht falsch verstehen, natürlich ist es sinnvoll, dass deine Pflegeeinrichtung auch einen eigenes Instagram-Profil hat, dort aktiv ist und über Neuigkeiten berichtet. Doch in manchen Fällen sollte über eine Kommunikation mit Influencern nachgedacht werden. Dabei haben wir jedoch nicht die großen Netzberühmtheiten vor Augen. Vielmehr geht es um authentische und nahbare Kommunikation, die den Arbeitgeber zum absoluten Wunscharbeitgeber macht. Das gelingt besonders gut mit Corporate Influencern.

Corporate Infleuncer sind Mitarbeitende aus deiner Pflegeinrichtung, die eine gewisse Affinität gegenüber Social Media mitbringen und bereit sind, über ihren beruflichen Alltag zu sprechen. Sie geben der Zielgruppe einen direkten Einblick, werfen ein Blick hinter die Kulissen und können auch auftauchende Fragen der Zielgruppe schnell und kompetent beantworten.

Der ganz große Vorteil? Was Pflegeeinrichtungen jetzt brauchen, ist Vertrauen. Dafür müssen sie aber auch ein Stück bereit sein, ihr eigenes Unternehmen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Inzwischen gibt es einige Influencer im Pflegebereich. In vielen Fällen sind Pflegeinfluencer aus eigener Motivation heraus aktiv und stehen dabei nicht im Zusammenhang zu ihrem Arbeitgeber. Das ist schade, denn ein hauseigener Influencer ist für eine Einrichtung ein echter Gewinn für die Außenwirkung, die Mitarbeitergewinnung und rückt das Bild der Pflege in das richtige Licht.

Anders ist es bei den Corporate Influencern. Diese arbeiten mit der Pflegeeinrichtungen Hand in Hand zusammen und können so eine größtmögliche Sichtbarkeit generieren. Dafür braucht es nicht mal eine komplizierte Strategie.

Da Pflegeinfluencer eine immer größere Rolle in der Branche spielen und die Reichweite und der Einfluss nicht zu unterschätzen sind, empfiehlt es sich, sich als Unternehmen darauf einzulassen. Entweder in dem selbst ein Influencer Programm auf die Beine gestellt wird, oder in dem Mitarbeiter gefördert werden, die diesen Weg bereits gehen.

Alles schön und gut, aber Ihnen fehlt ein Beispiel, um sich besser in das Thema eindenken zu können? Dann schauen Sie doch mal bei diesen drei Pflegeinfluencer vorbei:

  • Jim ist vor allen Dingen durch seinen TikTok Account bekannt, aber auch auf Instagram ist er sehr erfolgreich. Zu finden ist er unter dem Namen derjim_official.
  • Auch SchwesterVanny ist auf TikTok und Instagram präsent und veröffentlicht regelmäßig lustige und aufklärende Videos über den Pflegealltag.
  • Zum Schluss folgt Franzi von “Thefabulousfranzi”, die inzwischen nicht nur sehr erfolgreich in den sozialen Medien ist, sondern generell eine hohe Medienpräsenz hat. Hier solltest Du unbedingt mal vorbeischauen.

 

Große Reichweite online: Pflege Hashtags auf Instagram nutzen

Den Begriff Hashtag haben inzwischen selbst viele Menschen, die nicht tagtäglich in den sozialen Medien unterwegs sind, aufgeschnappt. Aber warum sind diese eigentlich so relevant?

Immer wieder gibt es virale Hashtags, also Hashtags, die eine überdurchschnittliche Aufmerksamkeit bekommen. Das ist gut, denn diese bringen Aufmerksamkeit für ein Thema und bündeln unterschiedlichste Beiträge dazu unter einem Stichpunkt.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Hashtag #bleibtzuhause der von Jenifer Damith am Anfang der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Hintergrund des Hashtags war ein Beitrag, auf welchem Jenifer und ein Kollege dazu aufriefen zu Hause zu bleiben, während sich die Pflege um die Patenten kümmern. Der Hashtag wurde von vielen Einrichtungen verwendet und bekam eine große mediale Aufmerksamkeit.

Aber auch allgemeinere Hashtags, wie #pflege, #pflegekräfte oder #pflegenotstand werden von Einrichtungen und Pflegeinfluencer verwendet, um mehr Reichweite zu bekommen und Sichtbarkeit zu schaffen.

 

Direkt in den Austausch gehen: Pflege-Netzwerk online aufbauen

Ein Effekt tritt neben dem verbesserten Image, mehr Reichweite und der Sichtbarkeit von Menschen außerhalb in jedem Fall ein: Die Vernetzung verschiedener Pflegebranchen und unterschiedlichster Einrichtungen.

Dieser Austausch tut nicht nur gut, sondern gibt auch Einblicke in die Organisationsstrukturen anderer Unternehmen. Welche Probleme haben andere auch und welche Lösungen haben sie geschaffen? Durch einen Austausch und ein breites Netzwerk fällt vieles leichter. Auch, wenn es nur die Zuversicht für eine bessere Zukunft ist.

 

Exkurs: Online präsent sein: Instagram-Profil für die Pflegeeinrichtung anlegen

Du möchtest anfangen? Dann brauchst du zunächst ein Instagram Profil – sofern du noch keins hast. Ein Profil anzulegen ist in wenigen Minuten erledigt.

  • Schritt 1: Klär vorab, wer für den Instagram Account verantwortlich ist, und wähle einen Personenkreis aus, die sich um die Erstellung der Inhalte kümmert.  Wenn diese Rollen nicht geklärt sind, kann es schnell zu Unmut kommen.
  • Schritt 2: Richte den Account mit der ausgewählten E-Mail-Adresse ein. Die Registrierung kannst du über diesen Link ganz einfach angehen.
  • Schritt 3: Hinterlege ein Profilbild und füge einen kurzen Beschreibungstext hinzu. 
  • Schritt 4: Erstelle einen Redaktionsplan und plane deine Beiträge mindestens für die nächsten zwei Wochen vor. Das gibt dir Sicherheit, wenn du gerade mal keine Idee für ein Beitrag hast und sorgt für eine regelmäßige Veröffentlichung von Inhalten.
  • Schritt 5: Veröffentliche deinen ersten Beitrag und fange Schritt für Schritt an dazuzulernen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lass dir einige Wochen Zeit und reflektiere, welche Beiträge besonders gut und welche weniger gut liefen. Daran kannst du ableiten, welche Beiträge du zukünftig vermehrt veröffentlichen solltest.