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Foto: Lisa, Pexels

Der Weg zum erfolgreichen Livestreaming

29. Juli 2021

Livestreaming ist einer der etablierten Wege, Menschen über Social Media zu erreichen. Von kulturellen Veranstaltungen über Anleitungen bis hin zu Lifestyle-Themen: Livestreams auf YouTube, Instagram, Twitch, Facebook und LinkedIn sind eine Möglichkeit, Kunden zu erreichen. Wir zeigen ein positives Beispiel und was die Besonderheiten beim Livestreaming sind.

 

Was sind Livestreams?

Was läuft gerade? In diesem Moment? Ein Livestream gibt genau darauf die Antwort. Video Streaming in Echtzeit ist ein Angebot, das besonders im Fernsehen und in sozialen Medien eine Rolle spielt. Streaming per Video überträgt Veranstaltungen, Webinare, Diskussionen oder andere Formate zu genau dem Zeitpunkt zu seinen Zuschauern, zu dem das jeweilige Angebot stattfindet. Livestreaming ist damit eine Möglichkeit, Zuschauer unmittelbar an einem Ereignis teilhaben zu lassen.

 

Wie funktioniert ein Stream auf Instagram, Facebook, YouTube und Twitch?

Livestreaming ist barrierefrei über Social Media für Unternehmen – meist kostenfrei – möglich. YouTube live, Twitch, Instagram live und Facebook live sind Beispiele. Auch auf TikTok oder der Business-Plattform LinkedIn können Stream Seiten in Echtzeit übertragen werden.

Auf deinem Instagramprofil kannst du beispielsweise Livestreams in deinen Storys starten. Instagram ist hier ein spezielles Beispiel, da hier die Livevideos nur in den Storys möglich sind (Hochformat) und sich nach einem Tag wieder von selbst löschen. Füge dazu eine Story hinzu und wähle „Live“ aus. Um einen Livestream dauerhaft zu speichern, musst du ihn in sogenannte „Story-Highlights“ packen.

Facebook live ist hier an weniger Restriktionen gebunden. Streaming auf Facebook kannst du wie einen Beitrag verfassen. Und so funktioniert es:

  • Öffne auf deiner Unternehmensseite das Beitragsfenster über „Was machst du gerade?“
    Wähle dann „Live-Video“
  • Verfasse eine Einleitung für dein Live-Video, die kurz beschreibt, was du zeigst
  • Klicke dann auf „Live gehen“, danach startet dein Video
  • Während der Übertragung kannst du sehen, wie viele Menschen zusehen und auch Kommentare lesen, die zu deinem Livestream eingehen

Beliebte Social Media Plattformen für Streams sind YouTube und Twitch. Letzteres ist besonders in der Gaming-Szene bekannt, erlebte durch die Coronapandemie aber weiter deutliche Zuwächse.

Auf YouTube kannst du als „Creator“, also als Inhaltsersteller, auch leicht ein Livevideo übertragen. Das können Kurse sein, Konzerte, Livestreams oder Workshops. YouTube Live kannst du mit deinem Creator-Account mobil, via Webcam oder Encoder übertragen. Encoder sind etwas komplexer zu verstehen, eignen sich aber für Livestreams, in denen du beispielsweise deinen Bildschirm zeigen möchtest.

Die Besonderheit: YouTube bietet Möglichkeiten zur Monetarisierung für dein Livevideo. Bei größeren Reichweiten kannst du durch das YouTube-Partnerprogramm via Anzeigen, Super Stickern, Kanalmitgliedschaften oder Super Chat Geld verdienen.

Twitch verhält sich ähnlich zu YouTube. Nach Anlage eines kostenfreien Profils wird dir direkt die Funktion „Live gehen“ angezeigt. Beim Klick auf den Button startet dein Livestream.

 

Was bewirkt Livestreaming und warum wird es als besonders wahrgenommen?

Video Streaming in Echtzeit bietet einen Livecharakter, der Zuschauer ganz nah am Geschehen teilhaben lässt. Durch Livestreaming involvieren Inhaltsersteller ihre Zuschauer noch direkter, teilen Informationen unmittelbar und fördern Diskussionen, die direkt im Livevideo kommentiert werden können. Durch Livestreaming entstehen neue Gemeinschaften und Online-Communitys noch schneller.

 

Wann lohnt sich Streaming?

Livestreaming lohnt sich dann, wenn man seine Fans und Kunden noch näher an sein Angebot bringen möchte. Das ist nicht zwingend immer ein Konzert, sondern kann auch für den Einzelhandel eine spannende Maßnahme sein.

Bewiesen hat das der Babyausstatter „BabyOne“ während der Coronakrise. Da die Kette 90 Prozent des Umsatzes in ihren Geschäftsstellen erwirtschaftet, drohte die Schließung der Läden ein riesiges Loch in die Firmenkasse zu reißen. Bereits zu Beginn der Pandemie gab es allerdings eine neue Struktur des Instagram-Accounts. Vor allem durch Instagram live bot der Händler immer wieder Baby-Sprechstunden an. Dort wurde unter anderem über die Produkte gesprochen, für die es eigentlich eine Beratung im Laden brauchte. Nicht nur die Anzahl der Follower und damit der Community verdoppelte sich, sondern auch der Umsatz im Online-Shop.

Livestreaming lohnt sich also für diejenigen, die mit ihrer Idee schnell und unmittelbar Menschen erreichen wollen. Livestreams sollten unterhaltsam und informativ sein. Eine aufregende Veranstaltung ist allerdings keine Voraussetzung, der Aufhänger können auch Service-Themen oder alltägliche Hilfestellungen sein. Nur Mut!